Rasen

   Grüne saftige Rasenflächen wirken beruhigend. Das ist die Zeit, in der der Rasen und der Garten genug Feuchtigkeit bekommen.

   Aber im Lauf eines Gartenjahres durchlebt der Rasen wetterbedingt verschiedene Erscheinungsformen, von grün bis gelb-grün.

   Den Nutzrasen laufend zu wässern, empfinde ich bei der Größe der Flächen als Wasserverschwendung.

   Er überlebt meist auch die trockenen Phasen  und treibt gegen Ende des Sommers neu aus.

   Mein Rasen ist eher eine gemähte Wiese, d.h. hier dürfen auch Klee, Kräuter und Blumen wachsen. 

   Hier ein paar Tipps, wie der Rasen, die Wiese, eine ganze Weile schöner aussieht. 

 

   Dünger ca. 2 x im Jahr, im Frühjahr und im Herbst

     Im Frühjahr etwa Mitte bis Ende April

       Wächst der Rasen nicht und die Farbe sieht nicht schön aus, z.B. hellgrün, sollte man düngen.

       Bedingungen:

     - frostfreies Wetter

     - ein stickstoffreicher Dünger, z.B.  in der Mischung  Stickstoff, Phosphor, Kalium, 20 -5- 10,

      - mit Eisen gegen Moos   
      - möglichst vor zu erwartendem Regen oder nach Anwendung sprengen                                 

    Im Herbst, ab September bis  Anfang November

      - kaliumreich,  z.B. in der Mischung Kalium- Magnesium- Schwefel , 30-10 -15 ,

         für Winterhärte und Strapazierfähigkeit im kommenden Sommer

        

    Welcher Dünger ?

     Rasendünger können mineralisch, organisch oder organisch-mineralisch sein. Am besten für die Natur ist der organische Dünger. 

     Die Anwendung sollte meist vor zu erwartendem Regen erfolgen oder nach der Anwendung der Rasen gesprengt werden.

 

    Schnitt 1x pro Woche

     Regelmäßiger Schnitt, 1 x pro Woche reicht, wenn man den Rasenschnitt auffängt (und kompostiert). Mähbeginn: tagsüber 10°C,                          

     nachts frostfrei, letzte Maht nach dem ersten Frost, etwa im November. 

 

    Hohe Einstellung des Rasenmähers

      Lange Halme zu Beginn des Jahres bewirkt, daß der Rasen sich im Sommer selbst beschattet und angenehm weich beim    

      Laufen nachgibt- Radikalschnitt wirkt kontraproduktiv!

      Dabei bleibt meistens der Klee in Blüte stehen, für die Insekten.
      Man kann auch noch feuchten Rasen mähen,  da er oben schon abgetrocknet ist.

      Im Herbst wird der Rasen wieder kürzer gehalten, ca. 5 cm, damit er im Winter bei Begehung nicht bricht.

 

    Nachsaat s. auch Rasensorten

     Ab und zu nachsäen, Mitte Mai, verjüngt den Rasen. Rasensaat auf der Fläche verteilen,  Komposterde darauf streuen.

     Hier das Wässern nicht vergessen!

     Nachsäen gelingt auch im Herbst, aber nur bis Mitte Oktober, damit der Rasen noch ein gutes Polster bilden kann.

 

    Vertikutieren

     Ganz verfilzte Rasenflächen kann man im späteren Frühjahr, Mitte Mai, vertikutieren- nachdem der Rasen mindestens 2x

     nicht zu kurz gemäht wurde, sonst nimmt der noch zarte Austrieb eher Schaden , evtl. anschließend nachsäen. 

     Sollte im Frühjahr nicht vertikutiert worden sein, kann man das im Herbst , September/Oktober, nachholen.

     Wer regelmäßig düngt, wird nicht mehr vertikutieren müssen, meine Erfahrung.

 

    Neuaussaat

     Rasenneuaussaat - am besten Ende April -Mai oder September -Oktober vor, aufgrund der besseren

      Bodenfeuchtigkeit. Bis zur Keimung feucht halten empfehlenswert.
      Bei Vogeleinfall bis zum Keimen mit einer Folie abdecken.

  

    Wässern

      Lieber intensiv und in größeren Abständen wässern, als oft und spärlich.

      Das lenkt die Wurzelbildung in die Tiefe.

      Um die  Wurzelspitzen zu erreichen, ist eine relativ große Wassermenge notwendig ist, zwischen 15 und 30 Litern pro

      Quadratmeter, je nach Boden.                                                

      Sommergelber Rasen, eine normale Erscheinung!, treibt in der Regel im Herbst oder nach dem nächsten Regenguss wieder nach,

      also kein Grund zur Sorge. Es sieht nur eine kurze Zeit nicht so grün aus…. 

 

    Herbst

      Laub im Herbst abharken, darunter sammeln sich Pilzsporen, Schimmel oder Krankheitserreger.

 

    Rasensamen, tockenheitsresistente bzw. mediterrane Rasensorten

      Da wir schon oft zu trockene Sommer erlebt haben, die den Rasen nachhaltig geschädigt haben und das Wässern von  
      Rasenflächen für mich eher Wasserverschwendung ist, habe ich seit 2020 trockenheitsresistente Rasenmischungen

     mediterraner Art nachgesät.

      Sie kommen mit weniger Wasser aus, da die Saat tiefer wurzelt.       

      Hier sind zwei Sorten empfehlenswert, eine für die Sonne und eine Sorte für den Halbschatten.

 

     Im vollen Schatten wächst kein Rasen! Für diese Stellen im Garten gibt es aber auch genug Schatten- Stauden,

     wenn der Bereich nicht  zu trocken und zu dunkel ist.  

 

  

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